Primarschule BZB
Das Kind profitiert vom Kleinklassensystem (7 bis 10 Schüler) und der intensiven Rundumbetreuung. Im Gegensatz zu den Staatsschulen haben wir das 6/3/3-Konzept bereits umgesetzt. In den ersten vier Jahren werden die Schüler ausschliesslich von einem Primarlehrer unterrichtet und betreut. Ab dem 5. Schuljahr werden in den Fächern Naturlehre, Französisch und Englisch bereits Lehrer aus dem Gymnasium zugezogen, die restlichen Fächer und die Betreuung bleiben beim Primarlehrer. Dies bedeutet, dass der Übergang vom 6. zum 7. Schuljahr sanft erfolgt, die Schüler gewöhnen sich schon schrittweise an neue Lehrer und deren Methoden.
Inhaltlich legen wir die Schwerpunkte auf die Muttersprache (Deutsch) und Rechnen. Zusätzlich erhalten die BZB-Primarschüler früh eine sinnvolle Einführung in die englische Sprache, lernen die wissenschaftliche Denk- und Arbeitsweise kennen, erarbeiten spannende Projekte im Projektunterricht und üben den sinnvollen Umgang mit Computern. In diesem Lebensabschnitt des Kindes muss sein Selbstbewusstsein aufgebaut und gestärkt werden. Unter der Leitidee der permanenten Zuwendung, des Ernstgenommenwerdens, des Vertrauens in die sich entwickelnde Selbständigkeit, kann sich hier die grösste Motivation des Kindes für alles Neue entfalten. Hier geschieht das Entscheidende; insbesondere wird die Grundlage für die Entwicklung des Sozialisierungsprozesses gelegt. In den ersten zwei Jahren der Primarschule wird kein Leistungsdruck aufgebaut, sondern es werden die umfangreichen Interessen des Kindes befriedigt. Ab dem dritten Jahr legen wir jedoch Wert auf eine grundsätzliche Leistungsbereitschaft in den Kernfächern Deutsch und Rechnen, was durch das Gegengewicht der «kreativen Fächer» erträglich zu gestalten sein wird.
Ziel: Übertritt Pro-Gymnasium / Sek / Real
- Soziale Entwicklung, Selbstbewusstsein, Selbständigkeit
- Optimale Vorbereitung auf das Pro-Gymnasium und Sek-Stufe
- Lernbereitschaft
Dauer
- 6 Jahre
Klassengrösse
- 1. bis 4. Klasse mit Richtzahl von 10 Lernenden pro Klasse
- 5. bis 6. Klasse mit Richtzahl von 7 Lernenden pro Klasse
Schwerpunkte
- Muttersprache (Deutsch)
- Rechnen
Weitere Fächer
- Früh-Französisch ab 3. Klasse
- Früh-Englisch ab 4. Klasse
- Mensch und Umwelt
- Musische Fächer
- Bewegung
Zudem
- Übertrittsprüfungen in höhere Klasse resp. Sek.-Stufe I Ende 6. Klasse.
Impressionen aus der Primarschule BZB








Tagesablauf
Um den Kindern möglichst viel Bewegungsfreiheit zu geben, sind die Schulzeiten und Pausen zu anderen Zeiten als bei unseren älteren Schülern: Die Kinder treffen zwischen 8.00 und spätestens 8.30 Uhr in der Schule ein. Der Unterricht dauert bis 15.00 oder 15.30 Uhr und beinhaltet Deutsch, Rechnen, Englisch, Französisch, Werken, Handarbeit, Musik, Turnen, Ethik, Mensch und Umwelt, Projekte z.B. in Naturwissenschaften, Spielen, Exkursionen in die Umgebung etc. Im Tagesablauf integriert sind die Aufgabenstunden: Wenn das Kind das Schulhaus verlässt, sollten die Aufgaben grösstenteils erledigt sein. Die Lehrer verbringen die Pausen mit den Schülern. Das Mittagessen (extern) wird in der Regel gemeinsam eingenommen. Die Schüler können in speziellen Fällen nach Absprache auch die Küche im Gymnasium benützen oder zum Mittagessen nach Hause gehen.
Hochbegabte Kinder
Da am BZB jeder Schüler sein individuelles Lerntempo hat, werden Hochbegabte seit jeher zusammen mit «normalbegabten» Kindern unterrichtet – aber auch zusätzlich individuell gefördert und gefordert. Dies begünstigt deren soziale Integration. Insbesondere wird der Nimbus des Strebertums nicht betont, was das Lernen entspannt und versachlicht. Wir halten nichts von abgeschotteten Talentklassen. Der Erfolg gibt uns recht: Ann hat 17jährig und Lara 16jährig die Schweizerische Matur auf Anhieb bestanden.
Erfolgskontrolle
Jedes Kind setzt sich am Ende jedes Quartals, zusammen mit seinen Eltern, der Schulleitung und seinen Lehrern, gemeinsam an den runden Tisch. Nach einem kurzen Rückblick wird das nächste Teilziel gemeinsam festgelegt. Wenn nötig, werden Einstufung, Fächer, Lektio-nenzahl etc. angepasst.
Klassen
Im Gegensatz zu unseren Gymnasialklassen mit einer Richtzahl von 6 Lernenden, erachten wir 10 als die optimale Primarschul-Klassengrösse für die Jüngeren in der 1. bis 4. Klasse (mehr Möglichkeiten für Kontakte untereinander) und 7 Lernende als Richtzahl für die älteren Primarschüler in der 5. und 6. Klasse (konzentrierteres Lernen). Die sechs Primarschul-Jahrgänge sind eine Gruppe mit diversen Untergruppen, die jeweils individuell unterrichtet werden, während die übrigen selbständig Aufgaben bearbeiten, im persönlichen Lerntempo resp. individuellen Vertiefungsniveau.
Erhöhter Bedarf an Sozialkontakten ausserhalb der Schule
Unser Kleinklassensystem bietet zwangsläufig jedem Kind weniger Auswahl an Klassenkameraden aus dem Wohnquartier, die gleichaltrig sind oder ähnliche Interessen haben. Dies kann gegebenenfalls ein Nachteil sein. Wir möchten den Eltern daher ans Herz legen, dafür besorgt zu sein, dass ihr Kind seine Wurzeln im vertrauten Wohnquartier nicht verliert, und ihm ermöglichen, ausserhalb der Schule dort aktiv zu sein: z.B. Sportverein, Pfadi, Kinderchor, Jugendgruppen.
Fächer
In naher Zukunft benötigt die Berufswelt Schulabgänger, die über ein vertieftes, gefestigtes Basiswissen verfügen und gelernt haben, sich praxisorientiertes Spezialwissen anzueignen. Der Grundstein dazu wird in unserer Primarschule gelegt. Wir beschränken uns auf wenige Fächer und wenige Detaillernziele:
Rechnen
Am Ende der Primarschulzeit kann das Kind die 4 Grundrechenopera-tionen (Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division mit Rest) schrift-lich und in ansprechender Darstellung ausführen. Weiter hat das Kind die erforderlichen Kenntnisse des Kopfrechnens und des Abschätzens von Resultaten. Ebenso hat das Kind Grundkenntnisse des Bruch-rechnens (gemeine und Dezimalbrüche) und der Dreisatzrechnung.
Deutsch
Am Ende der Primarschulzeit soll das Kind Texte fliessend (und betont) lesen, schreiben (saubere, strukturierte Darstellung) und verstehen (Zusammenfassung, Erkennen des Wesentlichen) können. Im 3. Schuljahr beginnt das Kind aus eigenem Antrieb mit dem Lesen von Büchern und der Tageszeitung.
Englisch und Französisch
Die Fächer Englisch und Französisch werden als Kommunikationsmittel langsam eingeführt.
Mensch und Umwelt
Integriert in den Unterricht sind Geschichte, Geographie, Heimatkunde und Biologie, aber auch: Probleme der Umwelt, Medienkunde (TV, Werbung etc.), Soziales Verhalten, Kommunikation (insbesondere ver-bale Kommunikation), Umgang und Umgangssprache.
Musische Fächer
Bildnerisches Gestalten, Werken (früher Zeichnen und Handarbeit). Musik (früher Singen): Am Beispiel der Blockflöte wird Grundlage gelegt.
Bewegung
Es werden nicht nur pro Woche 2 Turnstunden abgehalten, es bestehen weitere Möglichkeiten: Schwimmen, Vita-Parcours, «Znüni» im Schützenmattpark, Fussballspielen in der Pause usw.
